Kündigungsschreiben für einen unbefristeten französischen Vertrag (CDI): Frist, Vorlage, Versand
Wie Sie einen unbefristeten französischen Vertrag (CDI) korrekt kündigen: ein Schreiben ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber dringend anzuraten, die gesetzliche oder tarifliche Kündigungsfrist, eine gebrauchsfertige Vorlage und warum Sie es per Einschreiben mit Rückschein senden sollten.
Schnelle Antwort
Um einen unbefristeten französischen Vertrag (CDI) zu kündigen, ist keine gesetzliche Form vorgeschrieben: Die Kündigung kann sogar mündlich erfolgen. In der Praxis brauchen Sie jedoch ein klares Kündigungsschreiben, vorzugsweise per Einschreiben mit Rückschein (LRAR) versandt. Es ist das Empfangsdatum durch den Arbeitgeber, das die Kündigungsfrist in Gang setzt (oft 1 bis 3 Monate je nach Tarifvertrag und Betriebszugehörigkeit). Das Schreiben muss nicht begründet werden: Es muss einen klaren und unmissverständlichen Willen zur Beendigung des Vertrags ausdrücken.
| Für wen | Arbeitnehmer mit CDI, die aus eigener Initiative kündigen möchten |
| Erforderliche Form | Keine gesetzliche Pflicht, aber LRAR dringend anzuraten zur Datierung der Mitteilung |
| Kündigungsfrist | Festgelegt durch Tarifvertrag, Vertrag oder Gepflogenheiten (oft 1 bis 3 Monate) |
| Fristbeginn | Datum der ersten Zustellung des Schreibens an den Arbeitgeber |
| Häufige Fehler | Nicht beweisbare mündliche Kündigung, falsch berechnete Frist, Grundangabe, die einen Streit einlädt |
| Wann Rückschein nötig | Immer – der Rückschein setzt Fristbeginn und Vertragsende fest |
Kündigen ist ein Recht: Sie müssen Ihre Entscheidung nicht rechtfertigen oder die Zustimmung des Arbeitgebers einholen. Eine schlecht mitgeteilte Kündigung kann jedoch Streit über das Vertragsende, die Endabrechnung oder die Kündigungsfrist auslösen. Hier ist die Vorgehensweise.
1. Ihre Kündigungsfrist prüfen
Die Kündigungsfrist ist der gearbeitete Zeitraum zwischen der Mitteilung der Kündigung und dem tatsächlichen Vertragsende. Ihre Dauer ist für die meisten Arbeitnehmer nicht im Arbeitsgesetzbuch festgelegt: Sie hängt ab von:
- dem für Ihr Unternehmen geltenden Tarifvertrag;
- Ihrem Arbeitsvertrag;
- den Gepflogenheiten des Berufs oder Unternehmens.
Sie beträgt in der Regel 1 Monat für einen Angestellten und 3 Monate für eine Führungskraft, prüfen Sie aber stets Ihren Tarifvertrag. Die Frist beginnt an dem Tag, an dem der Arbeitgeber Ihre Kündigung erhält — daher die Wichtigkeit einer präzisen Datierung.
2. Warum schriftlich und per Einschreiben
Eine mündliche Kündigung ist gültig, aber nicht beweisbar. Ohne Beweis kann der Arbeitgeber das Datum bestreiten oder Ihre Abwesenheit sogar als Arbeitsplatzverlassen umdeuten. Das LRAR:
- beweist das Datum der Mitteilung (erste Zustellung), das die Frist in Gang setzt;
- legt das Vertragsende unbestreitbar fest;
- sichert Ihre Endabrechnung, Ihr Arbeitszeugnis und Ihre France-Travail-Bescheinigung.
Die persönliche Übergabe gegen datierte, unterschriebene Empfangsbestätigung ist eine akzeptable Alternative, aber das LRAR bleibt am sichersten, besonders aus der Ferne.
3. Vorlage für das Kündigungsschreiben
Bleiben Sie nüchtern: ein klarer Wille, ein Datum, keine Polemik.
Betreff: Kündigung
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit teile ich Ihnen meine Entscheidung mit, meine Stelle als [Position], die ich seit dem [Eintrittsdatum] bei [Firmenname] innehabe, zu kündigen.
Gemäß meinem Arbeitsvertrag und dem geltenden Tarifvertrag werde ich eine Kündigungsfrist von [Dauer] einhalten, beginnend mit der ersten Zustellung dieses Schreibens. Mein Vertrag endet somit am [Datum].
Ich bitte Sie, mir zu diesem Datum mein Arbeitszeugnis, meine Endabrechnung und meine Bescheinigung für France Travail auszuhändigen.
Mit freundlichen Grüßen,
[Datum — Unterschrift]
Geben Sie keinen Grund an: Er ist nicht erforderlich und kann bei einem Streit gegen Sie verwendet werden.
4. Freistellung von der Kündigungsfrist beantragen
Sie können beantragen, von der ganzen oder einem Teil der Frist freigestellt zu werden:
- Auf Ihre Initiative: Stimmt der Arbeitgeber zu, gehen Sie früher, aber ohne Entschädigung für die Frist.
- Auf Initiative des Arbeitgebers: Er stellt Sie frei, muss dann aber die Entschädigung für die nicht eingehaltene Frist zahlen.
Formalisieren Sie die Vereinbarung stets schriftlich, um jeden späteren Streit über das Austrittsdatum zu vermeiden.
5. Fälle der Kündigung ohne Frist
Bestimmte Situationen erlauben das Gehen ohne Frist:
- Schwangerschaft oder Kindererziehung (unter den gesetzlichen Bedingungen);
- Gründung oder Übernahme eines Unternehmens;
- Kündigung während der Probezeit (verkürzte Frist);
- Journalist oder Arbeitnehmer mit Gewissensklausel.
Außerhalb dieser Fälle kann eine nicht eingehaltene Frist Sie einer Entschädigung an den Arbeitgeber aussetzen.
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6. Häufige Fehler
- Mündlich kündigen ohne jede Spur: Das Datum wird bestreitbar.
- Die Frist falsch berechnen: Prüfen Sie den Tarifvertrag, nicht nur den Vertrag.
- Die Kündigung begründen: unnötig und riskant in einem Konflikt.
- Kündigung und Aufhebungsvertrag verwechseln: Letzterer eröffnet Ansprüche auf Arbeitslosengeld und eine Abfindung. Siehe unseren Leitfaden zum Aufhebungsvertrag (rupture conventionnelle).
- Vergessen, das Arbeitszeugnis, die Endabrechnung und die France-Travail-Bescheinigung zu verlangen.
Kurz gesagt: Die Kündigung eines CDI ist frei und grundlos, aber sie muss klar und datierbar sein. Ein Einschreiben mit Rückschein setzt das Datum der Mitteilung fest, damit den Beginn der Frist und das Vertragsende. Es ist dieses Empfangsdatum, das Ihren Austritt unbestreitbar macht und Ihre Vertragsunterlagen sichert.
Offizielle Quellen
Verwendete Referenzen und Links zu den aktuell geltenden Regeln.
- Démission d'un salarié en CDI (F1717)Service-Public.fr
- Préavis de démission (F1652)Service-Public.fr
Informationen auf dem Stand des letzten Prüfdatums. Dieser Ratgeber dient nur zur Information und stellt keine Rechtsberatung dar - bei komplexen Situationen konsultiere bitte einen qualifizierten Fachmann.
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